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1:3 Niederlage; Neitersen nutzt Eisbachtals Schwächen nicht – Nach früher Führung leisten sich die Sportfreunde viele Fehler

Es war in seiner Chronologie schon ein seltsames Spiel, das sich im Westerwald-Derby der Rheinlandliga zwischen den Eisbachtaler Sportfreunden und der SG Neitersen/Altenkirchen beim 3:1 (1:0)-Erfolg der Gastgeber den 240 Zuschauern präsentierte.
sg gegen eisbachtal
Der eingewechselte Julius Duchscherer (rotes Trikot) setzt sich hier gegen Neitersens Christoph Hauptmeier durch und erzielt den entscheidenden Treffer zum 3:1-Endstand für die Eisbachtaler Sportfreunde.
Foto: Andreas Hergenhahn
Eisbachtaler Spielkultur wechselte allzu häufig – man entschuldige die Wortwahl – mit einer Art Fußball-Depression mit dem Ball als Feindbild im Mittelpunkt. Die setzte ein, als Neitersens Abwehr von der tiefsten Defensive auf Attacke kurz hinter der Mittellinie umstellte und damit Eisbachtal den Offensivzahn zog. Denn jetzt häuften sich bei den Gastgebern die Fehler, und die SG Neitersen/Altenkirchen kam zu ersten eigenen Chancen. Nach der Pause folgte dann ein Versuch der Gäste, das Spiel noch umzubiegen, doch fehlten letztlich die spielerischen und läuferischen Mittel, um der Partie die entscheidende Wende zu geben.
Die Startschwierigkeiten, die sich seit Saisonbeginn bereits durch das Spiel seiner Mannschaft ziehen, beschäftigten auch Neitersens Spielertrainer Lukas Haubrich: „Wenn ich die Ursachen dazu kennen würde, dann würden wir sie abstellen. Aber wir kennen die Gründe nicht. Fakt ist, dass wir nach einem Fehlstart wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. In der Folgezeit hat unsere Abseitsfalle dann funktioniert, und echte Eisbachtaler Chancen wurden unterbunden. Das 2:0 durch einen abgefälschten Freistoß war Pech, das wir dann schnell mit dem Anschlusstreffer korrigiert haben. Jedoch nach dem 3:1 haben wir dann die Köpfe hängen lassen. Aber dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Mit dieser Einstellung wollen wir jetzt Ahrweiler ein Bein stellen. Gegen Mayen und Eisbachtal haben wir verloren. Jetzt kommt das dritte Spitzenteam zu uns nach Hause, und bekanntlich sind aller guten Dinge drei.“
Nicht ganz so zufrieden war Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt trotz des Erfolges seiner Sportfreunde, die ihren Fans ein weiteres Mal Wechselbäder der Gefühle bereiteten. Einem furiosen Start mit der 1:0-Führung durch Maximilian Hannappel (4.), der einen Rückpass von Lukas Reitz souverän verwandelte, folgte bis zur Pause und bis weit in die zweite Halbzeit hinein eine in Spielaufbau, Kombinationsspiel und Abschluss zerfahrene Partie, in der sich die Gastgeber ein ums andere Mal selbst in Gefahr brachten. Bis sich Masaya Omotezako den Ball zu einem Freistoß schnappte (65.), der dann abgefälscht hinter Neitersens Torwart Constantin Redel zum 2:0 ins Gästetor trudelte.
Seltsamerweise wirkte der schnelle Anschlusstreffer durch SG-Kapitän André Fischer auf die Gäste einschläfernd, auf die Gastgeber aber wie ein Aufputschmittel. Schnell machte Joker Julius Duchscherer (77.) den Sack endgültig zu, als er einen Konter über vier Stationen aus dem eigenen Strafraum bis ins gegnerische Tor abschloss. Ein Tor, das auch Trainer Reifenscheidt ansatzweise zufrieden stimmte, aber: „Nach der frühen Führung müssen wir einmal mehr unsere Chancen besser nutzen. Auch bin ich angesäuert, dass wir wieder ein Gegentor kassiert haben. Von der ganzen Spielanlage her stehen wir in der Abwehr hoch. Ein, zwei Fehlpässe im Mittelfeld werden dann brandgefährlich. Dennoch wünsche ich mir mal wieder eine Partie ohne Gegentor. Es läuft ganz ordentlich mit Blick auf die Tabelle, aber jedes Spiel macht deutlich: Wir haben noch eine Menge Arbeit!“
Quelle: Rhein Zeitung Online, Mitarbeiter Peter Armitter
Spfr Eisbachtal - SG Neitersen/Altenkirchen 3:1 (1:0)
Eisbachtal: Erbse – Omotezako, Hundhammer, Kleinmann, Julian Hannappel – Ernet – Meuer (63. Duchscherer), Tautz, M. Hannappel (79. Olbrich), Heibel (72. Parisi) – Reitz.
Neitersen/Altenkirchen: Redel – Wiemer (67. Haubrich), Holzinger, Roscher, Berger, Hauptmeier – Scholz (74. Dietz), Molzberger, Gahlmann (67. Stein), Fischer – Langemann.
Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf) - Zuschauer: 240.
Tore: 1:0 Maximilian Hannappel (4.), 2:0 Masaya Omotezako (65.), 2:1 André Fischer (71.) 3:1 Julius Duschscherer (77.).