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Rheinlandligaauftakt; Neitersen macht es beim 3:0 zu lange spannend – Malberg dezimiert sich doppelt selbst

Der Aufgalopp zur neuen Spielzeit in der Fußball-Rheinlandliga auf der Altenkirchener Glockenspitze konnte sich sehen lassen. 321 Zuschauer wohnten am Freitagabend dem Lokalduell zwischen der SG Neitersen/Altenkirchen und der SG Malberg/Rosenheim bei, das die Gastgeber verdientermaßen mit 3:0 (1:0) für sich entschieden. Allerdings dauerte es bis weit in die Schlussphase, ehe die Kombinierten aus dem Wiedbachtal und der Kreisstadt alles klar machten. Malbergs Trainer Volker Heun brachte mit Bastian Bleeser als Linksverteidiger, Hikmet Aydin im zentralen Mittelfeld und Gabriel Müller im Sturm gleich alle drei Neuzugänge von Beginn an. Und keine Minute war gespielt, da ergab sich für einen von ihnen die große Gelegenheit, sich für das Vertrauen zu revanchieren. Nach einem langen Ball in die Spitze lief Müller allein auf Constantin Redel im Neiterser Tor zu, setzte vor ihm zu einem Heber an, traf dabei aber den Ball nicht.
Vielleicht waren die Gastgeber nach diesem kleinen Schock erst mal auf Sicherheit bedacht. Jedenfalls dauerte es einige Zeit, bis sie dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Erstmals gefährlich vor dem Malberger Tor wurde es in der 18. Minute, als André Fischer im Strafraum der Gäste knapp verzog. Erst danach übernahm die Mannschaft von Lukas Haubrich die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz – woran vor allem der Spielertrainer selbst großen Anteil hatte. Er lief nominell zwar als Sechser auf, interpretierte seine Rolle aber sehr offensiv und überließ die Absicherung vor der Abwehr zumeist seinem Pendant Jan Marc Heuten. Generell agierten die Neiterser sehr offensiv und boten in vorderster Front teilweise bis zu vier Leute auf, die zunächst allerdings noch zu sehr auf einer Linie klebten. Mit fortwährender Spieldauer kamen sie aber mehr und mehr in Bewegung und stellten die Malberger Hintermannschaft damit vor Probleme. So kam es, dass Gästekeeper Matthias Zeiler in der 34. Minute mit einer klasse Reaktion den Rückstand verhindern musste, als er bei einem wuchtigen Schuss von Marco Scholz aus spitzem Winkel blitzschnell die Hände hoch riss und klärte. Die folgende Ecke brachte dann allerdings die Führung für die Hausherren. Scholz brachte den Ball halbhoch auf den ersten Pfosten, wo Heuten zur Stelle war und den Ball über die Torlinie drückte (35.). Um ein Haar hätte der agile Scholz noch vor der Pause erhöht, doch er traf nur die Unterkante der Latte (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Die Neiterser blieben weiterhin dominant und deuteten an, dass sie dazu in der Lage sind, nahtlos an die starke Rückrunde der Vorsaison anzuknüpfen. Und die Malberger? Die blieben vor allem offensiv blass, verbuchten in Halbzeit zwei nicht eine nennenswerte Torchance und dezimierten sich zudem gleich doppelt selbst. Nachdem Hikmet Aydin mit der Ampelkarte vom Platz geflogen war (69.), entlud sich der Frust über die Unterlegenheit bei Steffen Gerhardus in einem brutalen Foul auf Höhe der Mittellinie gegen André Fischer, das Schiedsrichter Richard Kochanetzki völlig zurecht mit glatt Rot ahndete (77.).
In Überzahl häuften sich nun die Gelegenheiten für die Gastgeber, den Sack zuzumachen. Doch es dauerte bis weit in die Schlussphase, ehe Stefan Peters (89.) und der eingewechselte Florian Raasch (90.) zwei Konter vollendeten und damit auch ergebnismäßig für klare Verhältnisse sorgten, was Haubrich hinterher natürlich zufriedenstellte: „Wir haben uns in den ersten 20 Minuten schwergetan, danach aber gut nach vorne gespielt. Von der Bank haben wir zudem noch mal richtig Qualität bringen können, die das Spiel ja dann letztlich auch endgültig entschieden hat.“
Volker Heun war trotz der klaren Niederlage nicht unzufrieden: „Die erste halbe Stunde war gut. Dann kassieren wir nach einem missglückten Eckball den Rückstand und verlieren danach die Ordnung. Wir werden wohl noch ein bisschen Zeit brauchen, um uns zu finden.
Neitersen: Redel – Wiemer, Kühne, Berger, Molzberger – Heuten, Haubrich – Fischer (89. Weber), Peters, Scholz (81. Dietz) – Moll (75. Raasch).
Malberg: Zeiler – P. Gerhardus, S. Gerhardus, Frohn, Bleeser (53. Penk) – Tsannang, Weinlich (60. Jäger), Aydin, Pfeiffer – Müller, Brenner (54. Nickol).
Schiedsrichter: Richard Kochanetzki (Koblenz) – Zuschauer: 321.
Tore: 1:0 Jan Marc Heuten (35.), 2:0 Stefan Peters (89.), 3:0 Florian Raasch (90.).
Besonderheit: Gelb-Rot gegen Malbergs Hikmet Aydin (69., Foulspiel und Unsportlichkeit), Rote Karte gegen Malbergs Steffen Gerhardus (77., grobes Foulspiel).

Quelle: Rhein Zeitung Online: Mitarbeiter David Gläser/A. Hundhammer