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SG Neitersen/AK gegen SG Andernach: Gegen offensiv biedere Andernacher: Haubrich schießt Neitersen zum Punktgewinn; 1:1 (0:1)

Ein vermeidbares Gegentor, eine verletzungsbedingte Auswechslung und ein verschossener Elfmeter – nein, zur Pause hatte es für die SG Neitersen/Altenkirchen im Rheinlandliga-Heimspiel gegen die SG 99 Andernach nicht gut ausgesehen. Dass es am Ende aber doch zu einem 1:1 (0:1) und damit zumindest zu einem Teilerfolg gegen die bislang stärkste Rückrundenmannschaft reichte, dürfte die Kombinierten aus dem Wiedbachtal und der Kreisstadt letztlich zufriedengestellt haben. In einer chancenarmen ersten Hälfte wurde es auf beiden Seiten jeweils nur einmal wirklich gefährlich. Der Unterschied: Die Andernacher nutzten ihre Chance, Neitersen nicht. Beim 0:1 schien der Ball allerdings eher zufällig zu Hakan Külahcioglu gekommen zu sein. Was der quirlige Rechtsaußen der Gäste dann aber daraus machte, konnte sich sehen lassen. Reaktionsschnell verarbeitete er den Ball und schoss ihn trocken aus halbrechter Position flach ins linke Eck (25.). Flach ins Eck, so hätte es auch Florian Raasch bei der einzigen Neiterser Großchance in der 43. Minute versuchen sollen. Nach einem Foul von Gästeverteidiger Philipp Schmitz an Tobias Berger im Andernacher Strafraum war es der Winterneuzugang, der zum fälligen Elfmeter antrat – und ihn zentral übers Tor jagte.
Hatten die Einheimischen am Elfmeterpfiff freilich nichts auszusetzen, so haderten sie bis dahin jedoch viel zu oft mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Durchaus zurecht zwar, als Gästekeeper Steffen Weber mit dem Ball in den Händen aus dem Sechzehner herausrutschte, ein Freistoßpfiff aber ausblieb (23.). Doch insgesamt brachten sich die Neiterser durch ständiges Lamentieren selbst aus dem Spielrhythmus, sodass es in den ersten 45 Minuten kaum spielerische Glanzpunkte gab. Insgesamt behakten sich beide Mannschaften bis zur Pause vorwiegend im Mittelfeld. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern.
Dabei mutierte das Geschehen aber nicht etwa zu einem offenen Schlagabtausch, denn dazu hätte es beide Teams gebraucht. Im zweiten Abschnitt waren es nämlich vorrangig die Gastgeber, die der Begegnung ihren Stempel aufdrückten und auf den Ausgleich drängten. Dass Raasch nach der verletzungsbedingten Auswechslung seines Sturmpartners Johannes Kühne ab der 30. Minute allein in vorderster Front agierte, wirkte sich dabei nicht negativ auf das Neiterser Angriffsspiel aus.
Nachdem Schussversuche von Stefan Peters und André Fischer, die knapp am Tor vorbeigingen (51.) beziehungsweise zur Ecke abgewehrt wurden (58.), sowie zwei Kopfballversuche des aufgerückten Innenverteidigers Julian Holzinger (53., 59.) nicht den Weg ins Andernacher Tor gefunden hatten, war es Lukas Haubrich, der die Neiterser für ihre Bemühungen entlohnte. Nach einem Fischer-Eckball lauerte der Spielertrainer an der Strafraumkante und platzierte den Ball, der aus dem Gewühl heraus zu ihm gelangte, halbhoch neben den linken Pfosten zum Ausgleich im Tor (74.).
Noch einmal Haubrich sorgte dann für den schönsten Angriff im ganzen Spiel. Nach Balleroberung legte er einen Sololauf über den halben Platz hin und spielte dann einen verzögerten Doppelpass mit Raasch. Die Krönung dieser sehenswerten Einzelaktion blieb aber aus: Haubrichs Schuss flog übers Tor (87.).
Und Andernach? Die Gäste vom Rhein blieben offensiv blass. Selbst die gefürchteten Einwürfe von Philipp Schmitz blieben wirkungslos, auch weil es zu solchen Situationen nur selten kam. „Wir haben nach vorne heute keine Gefahr entwickeln können“, wusste auch SG-99-Trainer Franz-Josef Kowalski hinterher. Gegen spielerisch überlegene Neiterser war er mit dem Punkt am Ende zufrieden, was auch für Lukas Haubrich aufseiten der Gastgeber galt: „Nach dem 0:1 haben wir nach Alibis gesucht, anstatt die Ärmel hochzukrempeln. Das war in der zweiten Halbzeit dann anders. Da haben wir uns den Punktgewinn nach und nach erarbeitet.“
Quelle: Bericht und Foto Rhein Zeitung Online
Redakteur: Marco Rosbach/Andreas Hundhammer