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"Fußball hilft": Bekannte Fußballer spielten in Neitersen zugunsten der Flutopfer

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Erstellt am Samstag, 31. Juli 2021 12:02
Geschrieben von Ulf Imhäuser
Von Klaus Köhnen-AK Kurier
Die Planungszeit war extrem sportlich: "Wir haben die Entscheidung sehr kurzfristig getroffen", so Marco Schütz von den Wiedbachtaler Sportfreunden Neitersen (WSN). Nach einigen Telefonaten, so die Organisatoren, stand fest, dass die Traditionself von Bayer Leverkusen auf die "Emma" kommt, um für die Flutopfer Spenden zu sammeln.
Fred Tullius(links), Rudolf Bellersheim (3.v.l.), Dirk Dreher (4.v.l.) und Marco Schütz (5.v.l.), in der Mitte hinten Lars Leese, und Ulf Kirsten (6.v.l) (Fotos: KKÖ)
Neitersen. Viel Zeit blieb damit nicht um die Werbetrommel zu rühren. Marco Schütz, seit kurzem Vorsitzender des Fußballkreises Westerwald-Sieg, und ein großes Team von Helfern legten sofort los. Zuschauerzahl, Tombola, Rahmenbedingungen: Es musste einiges geklärt werden. Wer Marco Schütz kennt, weiß, dass er solche Dinge anpackt und Lösungen findet.
In Dirk Dreher, dem Manager der Traditionself des Bundesligisten, fand man einen begeisterten Ansprechpartner und Unterstützer. Dreher: „Ich habe die Jungs angerufen und jeder sagte sofort zu“. Dies zeigt, dass auch die immer noch prominenten Spieler Anteil nehmen. Dreher ging in seiner Begrüßung darauf ein, dass auch die Stadt Leverkusen und die Umgebung vom Hochwasser betroffen gewesen sei. Dies, so Dreher weiter, natürlich in einer ganz anderen Dimension als in den Katastrophengebieten.
Trotz des Regens, der vor dem Spiel und verstärkt auch während des Spiels fiel, konnten die Veranstalter mit der Zahl der Zuschauer zufrieden sein. Hierunter waren neben dem Ortsbürgermeister und WSN-Ehrenvorsitzenden Horst Klein, der Bürgermeister der VG Fred Jüngerich, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, sowie das Präsidium des Fußballverbandes Rheinland mit dem Präsidenten Walter Desch an der Spitze. Jüngerich konnte aus privaten Besuchen in der Region von den unvorstellbaren Bildern berichten.
Desch nannte die Unterstützung der Vereine als ein wichtiges Ziel. „Diese haben wie viele andere alles verloren und stehen vor dem nichts. Unsere Aufgabe ist es nun, den Wiederaufbau der Sportanlagen zu unterstützen. Was wir nicht leisten können, ist die Unterstützung im Bereich der Infrastruktur“, so Desch weiter.

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Die Mannschaft der WSN wurde von Fred Tullius (Anstoß) und Rudolf Bellersheim, beide zu ihrer Zeit „Helden“ des Vereins, unterstützt. In der ersten Halbzeit spielte der Ex-WSN-Torwart Lars Leese. Er brachte, so viele Fans, internationalen Glanz auf die „Emma“, hat er doch auch bei Bayer 04 und in England gespielt.
Aufseiten der Mannschaft aus Leverkusen standen bekannte Spieler wie Falco Götz, Hanno Balitsch, Jens Nowottny und viele andere auf dem Platz. Ulf Kirsten, eher bekannt als „der Schwaate“ und Jürgen Gelsdorf, ehemaliger Trainer, waren mit angereist.
In den ersten 30 Minuten konnte die Mannschaft das Spiel noch offen gestalten. Mit einem 0:1 ging es in die Pause. Kurz nach Wiederanpfiff konnten die WSN-Kicker den Ausgleich bejubeln. Im weiteren Verlauf des Spiels zeigten die Ex-Profis ihre ganze Erfahrung und entschieden das Spiel mit 1:3 für sich. Das Ergebnis war aber gar nicht wichtig. Es ging, so waren sich alle einig, um die Spenden für die von der Flut Betroffenen. Die Spieler der Traditionself von Bayer Leverkusen waren gerne bereit zu Fotos und Gesprächen. Die genau Spendensumme steht noch nicht fest und wird nachgeliefert. (kkö)